Bürstzeit ist Wohlfühlzeit:
So wird die Fellpflege zum Wellness-Ritual für Sie und Ihren Tibet Terrier
Das wunderschöne, dichte Fell unserer Tibet Terrier ist ihr absolutes Markenzeichen. Damit die Pflege nicht zum lästigen Pflichtprogramm wird, sondern zu einer richtig schönen, verbindenden Kuschelzeit zwischen Ihnen und Ihrem Liebling heranwächst, braucht es vor allem drei Dinge: die richtige Stimmung, etwas Geduld und die passende Reihenfolge. Vergessen Sie Hektik und Frust! Wenn Sie das Kämmen als gemeinsame Auszeit betrachten, wird Ihr Hund die Zuwendung schon bald in vollen Zügen genießen.
Wenn Sie einen kleinen Welpen bei sich aufgenommen haben, ist jetzt der allerbeste Zeitpunkt, um den
Grundstein für ein entspanntes Hundeleben zu legen. Das Babyfell des kleinen Tibeters ist zwar noch wunderbar pflegeleicht und neigt kaum zu Knoten, doch beim Bürsten im Welpenalter geht es um etwas viel Wichtigeres: Vertrauen. Gewöhnen Sie Ihren Zwerg spielerisch und in ganz kleinen Häppchen an die Berührungen. Schon zwei Minuten am Tag, bei denen die Bürste nur sanft über den Rücken streicht oder die Pfoten liebevoll massiert werden, reichen völlig aus. Verknüpfen Sie diese Momente mit einer extra leckeren Belohnung, damit Ihr Welpe lernt: Wenn die Bürste kommt, wird es richtig gemütlich und lecker!
Ganz egal, ob tapsiger Welpe oder erwachsener Tibi – Alles beginnt immer mit dem perfekten Moment. Suchen Sie sich eine Zeit aus, in der Ihr Tibet Terrier nicht mehr voller Tatendrang steckt. Wenn er sich nach einem langen Spaziergang, einer Spielerunde oder einer intensiven Denksport-Runde gemütlich einkuschelt und sein Energielevel ganz tief unten ist, ist die beste Gelegenheit gekommen. Strahlen Sie dabei selbst Ruhe aus. Nehmen Sie sich bewusst Zeit, atmen Sie durch und machen Sie es sich zusammen gemütlich – unsere Hunde spüren unsere eigene Gelassenheit sofort.
Bevor es losgeht, sprühen Sie das Fell immer leicht mit einem feinen Pflegespray an. Das ist die goldene
Regel der Tibet-Pflege, denn trockenes Haar bricht extrem leicht. Ein absoluter Geheimtipp für das anspruchsvolle Haarkleid des Tibet Terriers sind die Produkte wie das von So Posh I’m So Fantastic Leave-In Spray. Es macht das Haarkleid sofort elastisch, schützt die Haarstruktur vor Haarbruch, beugt neuen Verfilzungen vor und verströmt nebenbei einen herrlichen, edlen Duft. Bei Welpen reicht oft schon ein winziger Sprühnebel, um sie ganz behutsam an das unbekannte Geräusch des Zerstäubers zu gewöhnen.
Nun legen Sie sich Ihre Werkzeuge bereit und arbeiten sich ganz entspannt Schicht für Schicht von den Pfoten nach oben durch das dichte Fell. Ihr sanfter Starter ist eine weiche, flexible Zupfbürste. Mit ihr bürsten Sie partienweise und völlig ohne Druck, um die lose Unterwolle herauszuholen und erste, oberflächliche Verfilzungen sanft zu lösen.
Als nächstes kommt Ihr Kontrolleur zum Einsatz – ein grober Metallkamm mit weit auseinanderstehenden Zinken. Gleiten Sie mit ihm tief in die bereits angebürsteten Partien. Sollte der Kamm einmal hängen bleiben, haben Sie einen tiefer sitzenden Knoten aufgespürt. Halten Sie die Haare an dieser Stelle einfach ganz nah an der Wurzel fest – so ziept es nicht auf der Haut – und lockern Sie den Knoten behutsam mit den Fingerspitzen oder den vorderen Zinken des Kamms.
Den letzten Schliff verleiht schließlich der feine Kamm. Mit seiner feiner gezahnten Seite streichen Sie ganz sanft durch die sensiblen Bereiche wie den Bart, hinter den Ohren oder an den Innenseiten der Schenkel. Wenn dieser Kamm ohne jeden Widerstand durch das Haarkleid gleitet, ist das Fell perfekt knotenfrei.
Wenn Ihr Schatz jetzt ohnehin schon tiefenentspannt auf der Seite liegt, ist das die beste Gelegenheit für das kleine Wellness-Finale – die Pfoten und die Ohren. Gerade bei Welpen ist es ein riesiger Gewinn, diese Zonen von Anfang an ganz spielerisch mit einzubeziehen, damit sie später als erwachsener Hund volles Vertrauen haben.
Da das Fell zwischen den Ballen beim Tibet Terrier unaufhörlich wächst, wirkt es schnell wie ein Rutschsocken auf glatten Böden. Nehmen Sie eine kleine Schere mit abgerundeter Sicherheitsspitze, halten Sie die Pfote sanft und kürzen Sie das Fell vorsichtig so weit zurück, dass es bündig mit den Ballen abschließt. So hat Ihr Hund beim Laufen und Flitzen sofort wieder sicheren Grip unter den Pfoten.
Ein kurzer, liebevoller Blick in die Ohren zeigt Ihnen, ob alles gesund ist. Da die hängenden Ohren schlecht belüftet sind und das Fell auch im Gehörgang wächst, tut eine kleine Kontrolle gut. Wenn der Gehörgang mit Haaren zugewachsen ist, hilft eine winzige Prise Ohrpuder, um die feinen Härchen griffig zu machen. Greifen Sie mit den Fingerspitzen immer nur wenige, einzelne Härchen und zupfen Sie diese mit einer schnellen Bewegung in Wuchsrichtung heraus. Da Sie nur minimale Büschel nehmen und Ihr Hund entspannt ist, spürt er davon kaum etwas. Bei ganz jungen Welpen reicht es oft, das Ohr erst einmal nur sanft zu massieren und zu inspizieren – gezupft werden muss meist erst, wenn das Fell im Gehörgang dlichter wird. Zum Schluss wischen Sie die Ohrmuschel einfach mit einem weichen, feuchten Wattepad sanft von innen nach außen sauber.
Loben Sie Ihren Tibet Terrier während der gesamten Zeit mit Ihrer sanftesten Stimme und belohnen Sie ihn zwischendurch immer wieder mit einem besonders leckeren Häppchen. Und das Wichtigste: Wenn die Konzentration einmal nachlässt, hören Sie einfach auf. Es ist völlig in Ordnung, heute nur zwei Beine zu kämmen und den Rest morgen zu erledigen.
Hauptsache, das Erlebnis bleibt für Sie beide rundum positiv und voller Liebe! ❤️

