Hunde sind kein Kindersatz
Das Wohl unserer Hunde steht an allererster Stelle. Dazu gehört für uns nicht nur die Aufzucht gesunder Welpen, sondern auch die Aufklärung der Menschen, die mit ihnen leben. Es gibt eine Entwicklung in der heutigen Hundewelt, die uns zunehmend Sorgen macht und über die viel zu oft geschwiegen wird. Deshalb ist es uns ein Herzensanliegen, hier ganz klare Worte zu finden.
Es gibt Sätze, bei denen mir mittlerweile schlichtweg die Hutschnur reißt. Wenn ich höre: „Das ist mein Kind“ oder sehe, wie Hunde wie menschliches Ersatzspielzeug behandelt werden, hat das mit wahrer Tierliebe nichts mehr zu tun.
Warum falsche Liebe unsere Vierbeiner krank macht
Es gibt Sätze, bei denen mir mittlerweile schlichtweg die Hutschnur reißt. Wenn ich höre: Das ist mein Kind oder sehe, wie Hunde wie menschliches Ersatzspielzeug behandelt werden, hat das mit wahrer Tierliebe nichts mehr zu tun. Aber er ist kein Mensch!
Ja, unsere Hunde sind unweigerlich zum besten Freund des Menschen geworden. Das ist gut, das ist richtig und das leben wir hier bei uns jeden einzelnen Tag mit ganzem Herzen. Ein Hund darf ein vollwertiges Familienmitglied sein. Er darf ein treuer Freund auf vier Pfoten sein, ein Partner fürs Leben und ein unersetzlicher Seelentröster. Aber er ist kein Mensch!
Gefühlskälte versus billige Projektion
Der Mensch neigt heute leider zu Extremen, die für mich einfach nur billig und oberflächlich sind. Es scheint oft nur noch zwei Seiten zu geben, die beide am Hund vorbeigehen:
Das eine Extrem: Die völlige Ignoranz. Hunde werden als bloße Nutzobjekte, Sportgeräte oder Statussymbole weggesperrt und missachtet. Ihr Wesen und ihre Gefühle zählen gar nichts.
Das andere Extrem: Die maßlose Übertreibung. Hunde werden als psychischer Kindersatz missbraucht, in Kinderwagen gesetzt, wie Modepüppchen kostümiert und mit menschlichen Erwartungen erdrückt.
Beide Seiten sind egoistisch. Die eine aus Kälte, die andere aus einer falsch verstandenen, egoistischen Liebe. Beides raubt dem Hund seine Würde.
Die Natur lässt sich nicht verbiegen
Wenn wir anfangen, Hunde zu vermenschlichen, tun wir ihnen keinen Gefallen – wir nutzen sie ungewollt für unsere eigenen emotionalen Bedürfnisse.
Wir müssen wieder lernen, die Realität zu akzeptieren:
Hunde haben keine menschliche Struktur. Sie leben in ihrer eigenen, klaren Hierarchie und Orientierung.
Hunde haben nicht unsere Sprache. Sie sprechen über feinste Körpersprache, Energie und Instinkte – nicht über endlose, vermenschlichende Diskussionen.
Hunde haben keine menschlichen Gefühle. Sie empfinden tiefe Zuneigung, Freude und Angst. Aber sie kennen keinen menschlichen Trotz, keine Rache, keine moralischen Schuldgefühle und keinen Groll.
Vermenschlichung macht krank
Wer seinen Hund wie ein Kind behandelt und ihm die Verantwortung für menschliche Entscheidungen aufbürdet, überfordert das Tier maßlos. Ein Hund, der keine Grenzen kennt, keine artgerechte Führung erfährt und wie ein Kleinkind durchs Leben getragen wird, verliert seine Orientierung. Die Quittung für diese falsche Liebe zahlen die Tiere oft mit ihrer Gesundheit. Chronischer Stress, massive Verhaltensauffälligkeiten, Trennungsängste und psychisch bedingte körperliche Krankheiten sind die traurige Folge.
Wahre Liebe bedeutet die goldene Mitte
Jeder Hund – will verstanden und in seinem eigenen Wesen respektiert werden. Er braucht keine menschlichen Privilegien. Was er wirklich braucht, um glücklich und gesund zu sein, sind:
Was er wirklich braucht, um glücklich und gesund zu sein,
1.Klare Führung und Struktur, die ihm im Alltag Sicherheit schenken.
2.Verständnis für sein echtes Wesen statt der Projektion unserer eigenen Wünsche.
3.Natürliche und verlässliche Grenzen, innerhalb derer er sich frei und sicher bewegen kann.
Liebt eure Hunde von ganzem Herzen. Kuschelt mit ihnen, lacht mit ihnen und genießt jede Sekunde. Aber habt den Respekt vor ihrer Natur und lasst sie die großartigen, vierbeinigen Wesen sein, als die sie geboren wurden nähmlich als Hund!

