Tibet Terrier Parasiten vorbeugen

Zur Vorbeugung von Parasiten (wie Würmern im Darm sowie Zecken und Flöhen von außen)

können diese vier Naturprodukte das Immunsystem und das Darmmilieu des Hundes so stärken, dass es für Schädlinge unattraktiv wird. Sie bieten einen rein unterstützenden Schutz und ersetzen bei akutem, starkem Befall keine tiermedizinische Behandlung.

 

Zubereitung und Anwendung

  • Karotten: Hunde können die Zellwände von rohen Karotten nicht selbst aufschließen. Pürieren oder Kochen erhöht die Verdaulichkeit.
  • Kürbiskerne: Aufgrund ihrer harten Schale sollten sie in einer Kaffeemühle oder Küchenmaschine zerkleinert werden.
  • Kokosöl: Aufgrund des hohen Fettgehalts ist eine langsame Gewöhnung ratsam, da zu viel Öl auf einmal zu Durchfall führen kann.
  • Zistrose (Cistus incanus): Das Pulver hat einen herben Geschmack. Es wird oft kurweise gegeben, idealerweise mit Pausen zwischen den Anwendungen. Wichtig: Eine Rücksprache mit dem Tierarzt ist bei der Gabe von Kräutern sinnvoll, insbesondere im Kontext von Impfungen.

 

Dosierung und Wirkungsweise zur Parasitenprophylaxe:

1. Kürbiskerne (Gegen Darmparasiten wie Würmer)

  • Wirkung: Enthält die Aminosäure Cucurbitacin. Diese lähmt Würmer (wie Band- und Spulwürmer) im Darm, sodass sie sich nicht mehr an der Darmwand halten können und ausgeschieden werden.
  • Dosierung zur Kur (1–2 Wochen): 1 Eßlöffel (ca. 5–10 g) gemahlene Kürbiskerne pro 10 kg Körpergewicht des Hundes, aufgeteilt auf 1–2 Gaben täglich.
  • Anwendung: Unbedingt ungesalzen und frisch gemahlen (z. B. in einer Kaffeemühle) füttern, da die Wirkung sonst verpufft.

 

2. Kokosöl (Gegen Würmer innerlich & Zecken/Flöhe äußerlich)

  • Äußerlich angewendet hassen Zecken und Flöhe den Geruch der Säure und meiden das Fell.
  • Wirkung: Die enthaltene Laurinsäure wirkt im Darm wurmfeindlich.
  • Dosierung innerlich: ½ bis 1 Teelöffel pro 10 kg Körpergewicht täglich unter das Futter mischen.
  • Dosierung äußerlich: Eine etwa erbsengroße Menge (bei großen Hunden entsprechend mehr) in den Handflächen verreiben, bis es schmilzt. Vor dem Spaziergang das Fell (besonders an Beinen, Bauch und Nacken) damit einstreichen.

3. Zistrose / Cistus incanus (Gegen Zecken und Flöhe)

  • Wirkung: Verändert bei regelmäßiger Einnahme minimal den Hautgeruch des Hundes (für Menschen nicht wahrnehmbar) und macht ihn für Zecken unattraktiv. Zudem stärkt sie das Immunsystem.
  • Dosierung (Pulver): 1 Gramm Pulver (ca. 1 Teelöffel) pro 10 kg Körpergewicht täglich unter das Futter mischen.
  • Anwendung: Wird als Kur über die Zeckensaison (Frühling bis Herbst) gegeben. Wichtig: Setzen Sie Zistrose etwa 5 Tage vor und bis zu 10 Tage nach einer Lebendimpfung vorsichtshalber ab.

4. Karotten (Gegen Darmwürmer)

  • Wirkung: Geraspelte Karotten wirken im Darm wie eine „mechanische Bürste“, die Wurmeier und Parasiten von den Darmwänden mitreißt. Zudem enthalten sie ätherische Öle, die wurmwidrig wirken.
  • Dosierung: 1 bis 2 gehäufte Teelöffel geraspelte Karotten pro 10 kg Körpergewicht täglich.
  • Anwendung: Zur Parasitenabwehr sollten sie grob geraspelt und roh gefüttert werden, damit der „Bürsteneffekt“ im Darm erhalten bleibt.

 

Beispiel: Dosierungsplan zur Parasitenprophylaxe für Ihren 13 kg schweren Hund.
Die Angaben basieren auf den empfohlenen Portionsgrößen für dieses Körpergewicht und sind in alltagstaugliche Küchenmaße umgerechnet.

Beispiel: Dosierung bei einem Hund mit 13 kg Körpergewicht:

Zutat Genaue Menge für 13 kg Anwendung & Rhythmus
Kürbiskerne 1¼ Esslöffel (ca. 7–13 g) Als Kur (1–2 Wochen): Frisch gemahlen täglich unter das Futter mischen.
Kokosöl (innerlich) 1 knapper Teelöffel (ca. 4–5 ml) Täglich: Unter das Futter rühren (langsam einschleichen).
Kokosöl (äußerlich) 1 Haselnussgroße Menge Vor dem Spaziergang: In den Händen schmelzen, Beine und Bauch einreiben.
Zistrose (Pulver) 1⅓ Gramm (ca. 1¼ Teelöffel) Täglich: Während der Zeckensaison (Frühling bis Herbst).
Karotten 2 bis 2½ gehäufte Teelöffel Täglich: Grob geraspelt und roh unter das Futter mischen.

Wichtig zur Umsetzung

  • Kokosöl einschleichen: Starten Sie in den ersten 3 Tagen mit einer Messerspitze Kokosöl im Futter. Steigern Sie die Menge langsam bis zum vollen Teelöffel, um den Hundemagen nicht zu überfordern.
  • Kombination im Napf: Sie können die geraspelten Karotten, das Kokosöl und das Zistrosenpulver problemlos in einer Mahlzeit mischen. Das Öl hilft zudem, den herben Geschmack der Zistrose zu maskieren.
  • Pause bei Impfungen: Denken Sie daran, das Zistrosenpulver rund um anstehende Impftermine (5 Tage vorher bis 10 Tage danach) vorsorglich abzusetzen.

Wichtig!
Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keinen tierärztlichen Rat.